Sparkassen Münsterland Giro

 

Am Tag der deutschen Einheit findet traditionsgemäß der Sparkassen Münsterland Giro über verschiedene Distanzen statt. In diesem Jahr geht das drittgrößte Radrennen in Deutschland in seine zwölfte Auflage und ist mit über 4500 Jedermännern auf drei unterschiedlich langen Strecken hoch frequentiert. Neben dem Erzielen schneller Zeiten und guter Platzierungen auf der flachen Strecke geht es für einige Radsportler auch um wichtige Punkte im German Cycling Cup – denn der Münsterland Giro bildet gleichzeitig das Finale der Rennserie im Jedermannbereich für die Radsportler. Abseits des Jedermannsports wurden um 11:55 die Profis auf den knapp 200km langen Rundkurs rund um Münster geschickt, wodurch sich die Stimmung den ganzen Tag über auf Topniveau befand und viele Zuschauer an der Strecke zu finden waren.

Angela Mancini und Jannis Sturm starteten für unseren Verein zusammen mit den TTW-Freunden Felicitas Wendler und Carina Huhn beim „Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung“ über 95 Kilometer. Der erste Startschuss fiel um 8:50 für die Starter aus dem A-Block, welcher für Starter reserviert ist, die sich durch vorherige Rennen dafür qualifizieren. Angela und Felicitas wurden wenige Minuten später aus dem B-Block auf die Strecke geschickt. Von Beginn an wurde ein sehr hohes Tempo mit vielen Antritten gefahren, der Tacho zeigte einen Schnitt deutlich über 40km/h an. Obwohl die Strecke sehr flach ist, war doch eine gute Zusammenarbeit im Feld gefragt. Der Wind war auf den Abschnitten zwischen den Feldern deutlich zu spüren, sodass sich Windkanten abzeichneten. Nach etwa 60km schlossen die beiden Fahrerinnen mit ihrem Feld, welches sich aus dem B-Block an der Spitze befand, auf ein Feld aus dem A-Block auf. Hier wurde das Tempo nun eine ganze Ecke langsamer, die Gruppe blieb bis zum Ende in der Zusammensetzung, sodass es von da an durch die Größe sehr unruhig wurde. Kurz vor Ende der Strecke zeichneten sich einige Gefahrensituationen durch Unruhe und Müdigkeit mancher Fahrer in Kombination mit der noch nassen Straße ab. So kam es bei Kilometer 90 zu einem Sturz. Angela schaffte es glücklicherweise, an den stürzenden Fahrern vorbei zu schlittern, Felicitas war leider involviert und wurde durch einen stürzenden Fahrer mit zu Boden gerissen. So ergab es sich, dass Angela nach 2:27:32 auf dem neunten Gesamtplatz der Frauenwertung ins Ziel sprinten konnte und auf den letzten 500m noch zwei Konkurrentinnen hinter sich ließ. Dies ergibt zudem noch den dritten Platz in ihrer Altersklasse. Felicitas verlor durch den Sturz leider zwei Minuten, konnte aber dennoch als 12. Frau ins Ziel fahren und kam mit ein paar blauen Flecken und einem Schreck davon.

Jannis, der mit dem Giro einen Ausflug in den Rennradsport unternehmen wollte, musste zusammen mit Carina kurz nach den beiden Damen aus dem C-Block starten, da sie nachgemeldet hatten und der B-Block bis dato schon ausgebucht war. Er machte viel Tempoarbeit und fuhr bis weit in den B-Block hinein. Nach 60 km hatte sich um einige arbeitende Fahrer eine größere Gruppe gebildet, aus der es kein Entkommen mehr gab. Da die Zusammenarbeit verweigert wurde schlief das Tempo ein und die Gruppe fuhr mit deutlich geringerer Geschwindigkeit die folgenden 35km ins Ziel. Jannis bog somit nach 2:30:19 auf den Schlossplatz in Münster ein und Carina folgte wenige Sekunden später als 16. Frau.

Die Reise nach Münster hatte sich also redlich gelohnt und war für alle Beteiligten mit viel Freude verbunden!

 

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