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Dämmer Marathon in Mannheim, Ulli Harms vom Triathlon TEAM TG Witten allein am Rhein unterwegs

Einen Marathon in die Nacht hinein zu laufen fand Ulli Harms vor einigen Jahren in Luxemburg faszinierend, die dortige Atmosphäre an der Strecke war fantastisch.

In der Hoffnung auf eine ähnliche Nachtlauf Erfahrung buchte der TTW Athlet den Dämmer Marathon in Mannheim. In seinen Werbungen versprach der Veranstalter zahlreiche Hot Spots mit entsprechender Stimmung an der Strecke.

 ( Ulli H. vor dem Start, da war die Laune noch sehr gut )

Leider war das Gegenteil der Fall, bereits auf der Ersten Rennhälfte vermisste das Läuferfeld auf den meisten Streckenmetern das gewohnte Zuschauer Interesse.

Das bei einem Marathon übliche Anheizen durch Bands, Kapellen, DJ, o.ä.  fehlte komplett. Einzig die parallel gestarteten Halb Marathonis verursachten etwas Bewegung im Teilnehmerfeld.

Nach der Hälfte der Strecke bogen die HM Läufer ab in Richtung Ziel, und das Marathonfeld überquerte zu Fuß den Rhein. Weiter ging es auf dem Ludwigshafener Stadtgebiet.

Dort fehlte dann jegliches Interesse an der Laufveranstaltung. Ok, es war dunkel und ziemlich frisch, aber das Beispiel Luxemburg zeigte das auch bei diesen Bedingungen begeisternde Streckenstimmung produziert werden kann.

„Allein am Rhein entlang “ war ab sofort die richtige Beschreibung für die anstehende Nacht Etappe. Gefühlt erkannten die Läufer alle drei Kilometer einen Zuschauer, ansonsten gab es nur die fleißigen Streckenhelfer. Diese Einsamkeit in völliger Dunkelheit zehrte deftig an den mentalen Kräften, da half nur der weite Blick zur nächsten erkennbaren Ablenkung.

Nach ca. 39 KM war die Rheinüberquerung zurück fällig, der Läufer freute sich über die helle Straßenbeleuchtung. Und es gab auch wieder Menschen an der Strecke.  

Sportlich hatte der Veranstalter zwischendurch noch eine deftige Überraschung vorbereitet.

Thema war die maximale Laufzeit. Erste Anfragen dazu beantwortete der Veranstalter mit maximal 6.Std, in den Startunterlagen wurde diese auf 5:45 Stunden gekürzt.

Generell kein Problem bei einem normalen Rennverlauf. In Mannheim allerdings erfolgte der Start mit großen Zeitabständen zwischen den einzelnen Startblöcken. Für den letzten Block wurde erst ca. 19.20 Uhr die Strecke freigegeben, also ein deutlicher Zeitverlust.

Normalweise auch noch kein großes Problem, denn bei den meisten Läufen packt der Veranstalter diese Zeit hinten dran.

Nicht aber in Mannheim. Deshalb wurde Ulli H. bei KM 18 von der Info überrascht das er nach der HM Distanz aus dem Rennen genommen werden soll. Zwei nette „laufende menschliche Besenwagen“ hatten die Aufgabe alle Teilnehmer mit einer Halbmarathon Ankunftszeit nach 21:45 Uhr aus dem Rennen zu nehmen. Egal, mit welcher persönlichen Laufzeit.

Ab dann wurde es die kommenden 3 KM hektisch, mit hohem Aufwand absolvierte Ulli H. den Rest der Ersten Rennhälfte. Etwas über 2:34 Stunden reichten für das Recht zum Weiterlaufen. Nicht viel später versperrten Offizielle den Sportlern das Weiterlaufen. Aus Sicht von Ulli H. ein recht fragwürdiges Verhalten der Veranstalter.

Das Ziel wurde erreicht nach 5:22 Std., gemeinsam mit den bereits beschrieben menschlichen Besenwagen. Diese tauchten bei KM 38 nochmals auf, mit der Botschaft das Sie bei allen hinter Ulli H. laufenden Startern die Startnummern mit dem Zeit Chip eingesammelt hatten. 

Gemeinsam ging es dann ins Ziel, direkt hinter Ulli H. wurde die Zeitmessung abgebaut. Somit war der TTW Athlet der letzte offizielle Finisher.

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